Der Start

Bei der Rund Bornholm gibt es entweder Sturm oder Flaute, dazwischen passiert wenig“, hieß es im Vorfeld von erfahrenen Kennerinnen und Kennern der Regatta. In diesem Jahr sollte sich das schnell bewahrheiten. Während der Rest von Deutschland mit einer zweiten Hitzewelle kämpfte, erwarteten uns (Guido, Philipp, Robert und Kai) an der Ostsee Bedingungen, wie man sie sonst eher im Herbst kennt.

Gestartet wurde die traditionsreiche Regatta, die normalerweise von Warnemünde rund um Bornholm und zurück führt, am Montag, den 6. Juli, pünktlich um 13 Uhr. Bereits am Abend davor sorgte eine Ankündigung der Wettfahrtleitung für Erleichterung: Aus der „Rund Bornholm” wurde eine „Rund Bornhölmchen” – die Strecke wurde am Kap Arkona, der Nordspitze Rügens, verkürzt. Grund war ein angesagter Sturm aus West mit Böen bis 60 Knoten, der für Dienstagabend erwartet wurde und seinen Höhepunkt am Mittwochmittag erreichen sollte. Von 32 gemeldeten Booten gingen letztlich 20 an den Start. Ohne die verkürzte Strecke hätte sich die Mehrheit der Teams, uns eingeschlossen, wohl gegen eine Teilnahme entschieden.

Die Nacht der Entscheidung

Was wir beim Start noch nicht wussten: Die ersten Ausläufer des Sturms erreichten uns deutlich früher als angekündigt, nämlich schon in der Nacht von Montag auf Dienstag. Genau in dieser Phase befanden wir uns mit unserer nagelneuen Bavaria Voyager 45 auf dem Rückweg vom Kap Arkona, mit Wind von vorn und einer Welle von rund zwei Metern. Kreuzen, also das Segeln gegen den Wind, ist mit einer klassischen Charteryacht eine andere Herausforderung als mit einem echten Regattaschiff. Der Rückweg durch die Nacht verlangte dem gesamten Team alles ab und wurde zur eigentlichen Bewährungsprobe dieser Regatta.

Ankunft in Warnemünde

Nach 24 Stunden und 57 Minuten auf dem Wasser, bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 7,6 Knoten, überquerten wir die Ziellinie in Warnemünde. Die Crew war wohlauf, das Schiff weitgehend unbeschadet. Gerade unter diesen Bedingungen zählt am Ende vor allem eines: gemeinsam sicher ankommen. Und genau das ist uns gelungen.

Das Ergebnis

Platz 2 in der Charterwertung und Platz 13 in der Gesamtwertung (von ursprünglich 32 gemeldeten und 20 gestarteten Booten). Für unsere Premiere bei der Rund Bornholm waren wir damit mehr als zufrieden.

 

Kai Keiork, Guido Gebhardt, Philipp Langer, Robert Wiechmann

Die Regatta im Überblick

Revier Südwestliche Ostsee (Warnemünde - Kap Arkona - Warnemünde)
Zeitraum 06.07.2026 -07.07.2026
Törnart Offshore Regatta
Schiff Bavaria Voyager 45 (Ew. 2026)
Eigner Mola Yachtcharter
Skipper Kai Keiork
Crew Guido Gebhardt, Philipp Langer, Robert Wiechmann
Distanz 188 sm durchs Wasser

Unsere gesegelte Route

Rund Bornholm - Bavaria Voyager 45

Das Schiff

  • Bavaria Voyager 45, spezielle Version einer Bavaria Cruiser 46 für Vercharterer ("Voyager")
  • 4 Kabinen
  • Roll-Groß und -Genua, Blister
  • Tiefgang: 1,8m
  • LüL: 14,5m
  • Breite: 4,35m
  • Rumpfgeschwindigkeit: ca. 10kn
  • Wendewinkel: 110°

Der Regattaverlauf im Detail

Tag Start Abschnitte/Ziel Hafen/Bucht Distanz Anmerkung
1 13:00 Warnemünde Cap Arkona Rügen Nachmittag 60sm 22-25kn Wind aus W
2 21:40 Rundung Bahnmarke Kap Arkona Nacht 1 25-30kn Wind aus W
3 14:22 Zieleinlauf Warnemünde Mole Nachmittag 128sm 22-25kn Wind aus W

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