Am Samstag, den 25. Juli 2026, bin ich relativ früh von Salzburg aufgebrochen, um rechtzeitig an dieser Regatta teilnehmen zu können. Die Anreise nehme ich immer wieder gerne in Kauf, da wir in den vergangenen Jahren bei dieser Veranstaltung stets herzlich von Organisator Wolf Rüdiger und dem Team des MRSV empfangen wurden. Entsprechend groß war meine Vorfreude auf dieses Event.

Die Meldeliste war mit 22 Teilnehmerinnen und Teilnehmern gut gefüllt. Segler aus Norddeutschland, ein Teilnehmer aus der Schweiz, leider nur sechs aus Österreich sowie zahlreiche Segler aus dem Münchner Raum gingen an den Start. Besonders hervorzuheben ist auch die Teilnahme von drei Damen.

Der Erste Regattatag startete mit einer Steuermannbesprechung, in der uns Wolf schon neugierig auf das Abendprogramm und die Siegerehrung machte. Wir wussten auch alle, dass er nicht zu viel versprechen würde. Im Gegensatz zum letzten Jahr (kein Wind -keine Wettfahrt) versprachen auch die Ankündigungen den Wettfahrtleisters Bernd Hassenjürgen (Präsident des Bayrischen Segelverbandes) auch sportlich guten Aussichten.

Pünktlich liefen wir aus und konnten bei leichtem Südwind die erste Wettfahrt segeln. Meine zweite Position an der Luvtonne konnte ich leider nicht bis ins Ziel verteidigen, doch der vierte Platz brachte mir immerhin die Ehre ein, diesen Bericht zu schreiben. Die Wettfahrt gewann Frank Hänsgen – und das sollte nicht sein letzter Sieg bleiben. Anschließend folgte eine Pause, da die Wettfahrtleitung und die Wetter-Apps eigentlich auf Wind aus westlichen Richtungen warteten.

Am Nachmittag setzte dann tatsächlich Westwind ein, der zeitweise kräftige Böen und einige Winddreher mit sich brachte. Ich konnte meine Platzierung aus der ersten Wettfahrt leider nicht bestätigen. Frank setzte seine Siegesserie fort, während sich Markus Mosing, Gerhard Zimmerly und Wilfried Höfer ebenfalls konstant im Vorderfeld behaupteten.
Nachdem Bernd Hassenjürgen nur durch die Kenterung eines bayerischen Seglers davon abgehalten wurde, noch eine vierte Wettfahrt anzusetzen, wurde die Entscheidung zum Einlaufen von einigen Teilnehmern – mich eingeschlossen – durchaus positiv aufgenommen. Schließlich warteten bereits das Rahmenprogramm mit Freibier, ein Drei-Gänge-Menü und eine Weinverkostung auf uns. Der Abend verlief äußerst unterhaltsam und gesellig und endete für einige wenige offenbar erst am nächsten Morgen.

Der Sonntag brachte erneut Südwind, dazu jedoch eine Welle, mit der ich nicht gerechnet hatte und die für mich als Mattseer nicht ganz einfach zu segeln war. Nach dem Auslaufen um 9:00 Uhr und einer kurzen Verzögerung aufgrund einer von der Wasserwacht begleiteten Schwimmergruppe konnten noch zwei weitere Wettfahrten durchgeführt werden. Wind und Welle stellten die Teilnehmer vor einige Herausforderungen. Frank hatte das Geschehen weiterhin fest im Griff und gewann auch diese Läufe. Dahinter wechselten sich Wilfried Höfer und Stefan Dömök auf den Spitzenplätzen ab. Im letzten Rennen konnte Wolfgang Moser knapp hinter Frank die Ziellinie überqueren.

Die Ergebnisliste zeigt einmal mehr, dass Spitzenplatzierungen vor allem durch konstante Resultate im Vorderfeld zustande kommen und dass die Möglichkeit, einen Ausreißer – etwa einen Frühstart – zu streichen, entscheidend sein kann. Daran werde ich noch arbeiten müssen. Die Anzahl der Frühstarts zeigte jedenfalls, dass auf dem Wasser engagiert und hart um jede Position gekämpft wurde. An Land hingegen ließen Wolf und das Team des Casinos keine Wünsche offen und sorgten für beste Bedingungen.

Herzliche Gratulation an Frank zu seiner makellosen Siegesserie sowie an Gerhard zum Gewinn der Bayerischen Meisterschaft. Auf euch ein dreifaches Hip Hip Hurra!
Zusammenfassend hat es sich wieder einmal mehr als gelohnt, zum MRSV zu kommen. Es bleibt zu hoffen, dass im kommenden Jahr noch einige Segler aus Österreich – und insbesondere aus meinem UYC Mattsee – den Weg an den Starnberger See finden werden.

Unser österreichischer Kaiser hätte wohl gesagt:
„Es war sehr schön, es hat mich sehr gefreut.“
Frank meinte beim Siegerbier, das er spendierte:
„Prost, ihr Dern und Jungs!“
Und wir antworteten:
„Prost, Majestät!“
Was hätt` der bayerische Kini dazu g`sagt?

LG
Tom
AUT 114

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