Die Jugend als Vorbild
Im letzten Sondernewsletter wurde über die großartigen Erfolge der vereinsübergreifenden Zusammenarbeit der Jugend bei den Bayerischen Meisterschaften berichtet. Im Masters-Bereich wurde versucht, es ihnen gleichzutun – sowohl bei den Bayerischen Meisterschaften als auch bei den eine Woche später folgenden Euro Masters an gleicher Stelle auf der Olympiaregattastrecke in Oberschleißheim.
„Frauenpower“ bei den Bayerischen Meisterschaften
Bei den Bayerischen Meisterschaften waren es insbesondere die Damen, die die Siege einfuhren und gute Platzierungen belegten. So gewann Christiane von Oerthel in Renngemeinschaft mit dem ARC Würzburg (für den auch Claudia Haßmann dieses Jahr startet) den Doppelvierer der Altersklasse E.
Im gleichen Rennen gingen auch Klaudia Lämmermann, Ursula Bayerlein, Gabriele Westhaus und Gerrit-Imme Seehase an den Start und belegten den 3. Platz.
Die erste von drei Goldmedaillen erruderte sich Danja Struppler im Mixed Doppelvierer mit Miriam Vogt, unterstützt von Stephan Keßel und Jürgen Schüppel (der heuer für den MRC antritt). Gemeinsam mit Miriam Vogt kam eine weitere im Doppelzweier der Altersklasse E hinzu, den die beiden souverän für sich entscheiden konnten.
Christiane von Oerthel, Danja Struppler und Claudia Haßmann saßen auch im siegreichen Achter der Altersklasse E, der sich ein spannendes Rennen mit der Renngemeinschaft aus RGM v. 1972 und MRC v. 1880 lieferte, der von Constanze Fux gesteuert wurde. Dieser belegte am Ende den 2. Platz.
Die gleiche Renngemeinschaft konnte Constanze im Achter mit dem Mindestdurchschnittsalter von 35 Jahren ebenfalls auf Platz 2 steuern.
Jürgen Schüppel und Christian Salmen (für den MRC startend) konnten den Doppelvierer der im Schnitt mindestens 55 Jahre alten Männer zusammen in Renngemeinschaft mit dem Landshuter Ruderverein für sich entscheiden.
Jürgen siegte außerdem mit seinem Partner Nico Kretschmann vom MRC im Doppelzweier der Altersklasse E.
Besonders erwähnen möchte ich unsere „Rookies“ Uschi Fürst, Anja Ritter und Maren Beselin, die – unterstützt von Valery Greil und Gabriele Westhaus – das erste Mal auf die 1.000m Renndistanz gingen.
O-Ton: „Mit Kampfgeist, Teamspirit und jeder Menge Adrenalin haben wir uns der Heraus-forderung gestellt und die Strecke ohne „Krebs“ glücklich und erfolgreich überstanden. Und eines ist sicher: Einmal ist keinmal – ihr hört von uns!
Eure Rookies“
Großes Teilnahmefeld und vereinsübergreifende Erfolge bei der Euro Masters Regatta
Auch wenn etwa 1.100 Athletinnen und Athleten an den diesjährigen Euro Masters vom 23. bis 26. Juli in München teilgenommen haben, war es doch fast eine familiäre Veranstaltung.
Was man aber gleich gemerkt hat, ist, dass die Luft im internationalen Umfeld dünner wird. Dennoch sind wieder einige Siege und viele gute Platzierungen dabei herausgekommen.
Besonders hervorgetan hat sich Franziska Zimmermann, die im Einer, im Doppelzweier und im Mixed Doppelvierer jeweils ganz oben aufs Siegerpodest durfte. Im Einer konnte sie sich für die Jutta-Deuschl-Trophy qualifizieren und belegte hier einen hervorragenden 3. Platz.
Mit weiteren zwei zweiten und einem dritten Platz war Franzi die erfolgreichste Athletin des MRSV an diesem Wochenende.
Ebenfalls Höhenluft durften Danja Struppler, Christiane von Oerthel und Claudia Haßmann (ARCW) schnuppern, die den Mastersachter mit Mindestdurchschnittsalter (MDA) 55 für sich entscheiden konnten.
Die Kombination Christiane von Oerthel, Danja Struppler, Miriam Vogt und Katharina Walthes ging in zwei unterschiedlichen Altersklassen im Doppelvierer an den Start und belegte in der Klasse MDA 55 den dritten und in MDA 60 den 2. Platz.
Katharina Walthes trat auch noch mit ihrer Partnerin Bronwen Steiner vom MRC im Zweier ohne an und holte Bronze.
Im großen Riemenboot – dem Achter – sicherten sich Christiane und Claudia in der Klasse MDA 60 die Silbermedaille.
Bei den Herren MDA 60 belegte Klaus Fanderl in seinem Lauf den 2. Platz und fuhr in Summe die 9. schnellste Zeit von 46 Teilnehmern.
Stephan Keßel fuhr in Renngemeinschaft mit dem MRC (u.a. Christian Salmen) im Doppelvierer MDA 55 auf den 3. Rang.
Ich habe hier nur die TOP 3 Platzierungen aufgeführt, da alle weiteren den Rahmen sprengen würden. Man möge es mir nachsehen.
Neben all den Zahlen und Fakten soll aber nicht unerwähnt bleiben, dass es für einige unter uns die erste Regatta dieser Größenordnung war und sicher bleibende Eindrücke hinterlassen hat. Schön war es auch zu sehen, dass wir nicht nur auf dem Wasser, sondern auch daneben zahlreich vertreten waren. Familie und Freunde als Schlachtenbummler, Anfeuerungen durch bloßes Gebrüll oder unterstützt von Kuhglocken, zu Fuß oder auf dem Rad halfen den Sportlerinnen und Sportlern die 1.000m nicht ganz so lang scheinen zu lassen.
Das Ganze funktioniert natürlich nur, wenn es helfende und unterstützende Hände im Hintergrund gibt.
Offiziell zwar in Rente, aber doch im „Unruhestand“ hat Thomas Thallmair wieder viele von uns auf diese Regatta vorbereitet und auch im direkten Vor- und Nachfeld mit Bootstransport etc. geholfen.
Petra Röhrbein und Katharina Walthes hatten auch ein paar Boote im Training unter ihren Fittichen und so zum gelungenen Abschneiden ihrer Mannschaften beigetragen. Petra hat sich darüber hinaus auch als Fotografin bei den Bayerischen hervorgetan.
Masters scheinen allerdings etwas fotoscheu zu sein, weswegen ich leider nicht mit Bildern aufwarten kann.
Die Überschrift lautet ja „Die Jugend als Vorbild“. Dies rührt zum einen daher, dass „wir Alten“ versucht haben ähnlich erfolgreich zu sein wie unsere jüngeren und jüngsten Mitglieder. Wie heißt es so schön: „Wir haben uns bemüht“.
Zum anderen sind einige von uns in Renngemeinschaften unterwegs oder starten für andere Vereine, da sonst so manches Boot nicht zustande kommen würde.
Am Nordende des Starnberger Sees findet diesbezüglich gerade ein Umdenken statt und man hat erkannt, dass Erfolg in Zukunft nur möglich ist, wenn wir unsere Kräfte bündeln.
Das gilt für jung wie Alt gleichermaßen.
Christian Salmen







